„Sei Kult – Sei Hamburg!“ im Hamburger Bademantel!

Thomas Mühlnickel verkauft Bademäntel. Nicht irgendeinen, den original Hamburger Bademantel mit stilechtem blau-weiß-gestreiften Muster. Warum genau das Ganze? Wir klären auf!
Eigentlich ist Thomas Mühlnickel Prokurist bei der Kommunikationsberatung Johanssen + Kretschmer. Gibt man seinen Namen allerdings in das Suchfeld bei Google ein, ploppt noch ein ganz anderes Thema auf dem heimischen Bildschirm auf: Der Hamburger Bademantel – blau-weiß gestreift und nicht erst seit dem Erfolgsformat Dittsche ein echter Hamburger Klassiker.
Trotz Vorweihnachts- und Jahresendstress hat sich der Hanseat Zeit für ein Interview genommen und klärt die Frage, wie er auf die Idee kam, Bademäntel zu verkaufen und wie es die Idee sogar zu Wer wird Millionär schaffte.

 

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Was hat es mit dem Projekt „Hamburger Bademantel“ auf sich?

„Der Hamburger Bademantel ist der einzige Bademantel in Deutschland, der nicht auf die immer gleiche und langweilige Art von austauschbaren Models in Badezimmern präsentiert wird. Bei uns ist der Name Programm: Sei Kult – Sei Hamburg! Wir gehen mit dem Bademantel an Ecken, wo man ihn nicht vermuten würde: Auf die Große Freiheit, ans Millerntor, auf den Fischmarkt. Unsere Models sind norddeutsche Kultfiguren, die für ihren Humor bekannt sind. Wahrscheinlich ist der Hamburger Bademantel der einzige Bademantel, der Spaß vermittelt, weil wir uns selbst nicht so ernst nehmen. Und natürlich ist das alles nicht nur Verpackung: Unsere Bademäntel genügen höchsten Qualitätsstandards. Wir produzieren nicht in Fernost, lassen keine Kinderhände für uns arbeiten und vermeiden schädliche Chemikalien.“

Wie ist die Idee entstanden?

„In einer sehr langweiligen Rechts-Vorlesung während meines BWL-Studiums fabulierte ich mit einem Freund, welche Geschäftsidee wohl funktionieren könnte, bei der man aus einem eigentlich langweiligen Produkt etwas entwickelt, das begeistert und Spaß macht. Und da ich gerade für mein Karnevalskostüm einen Bademantel suchte, schloss sich sozusagen der Kreis…“

Warum ist dieser Bademantel so typisch für Hamburg?

„Ich glaube, dass das eine kleine Anekdote am besten beantworten kann, die mir neulich ein Einzelhandelspartner des Hamburger Bademantels erzählt hat: Am Aufsteller mit den Hamburger Bademänteln steht seit einigen Minuten eine ältere Dame und begutachtet die Qualität unserer Mäntel. Es kommt hinzu ein junger Mann, der zu seiner Begleiterin sagt: „Wow, schau mal, das ist der Dittsche-Bademantel, wie cool.“ Daraufhin belehrt ihn die Dame: „Ich weiß ja nicht, wer Ihr Freund Dittsche ist. Das hier ist aber ein Hamburger Bademantel. Dieses Streifenmuster trug man immer schon so bei uns in Hamburg und ich finde es toll, dass Ihr jungen Leute das jetzt auch wieder für Euch entdeckt habt.“

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Sie haben zwei prominente Werbegesichter für den Hamburger Bademantel gewinnen können. Wie kommt das Produkt bei den Promis an?

„Sowohl Big Harry als auch Tanja Schumann musste ich nicht lange überreden. Wir sind ja immer noch ein recht kleines Unternehmen, daher kann ich solche Promis nicht mit Geld locken. Was beide spannend fanden, war unser humorvoller Ansatz und die Bildsprache, in der wir den Hamburger Bademantel bewerben: Tolle Fotos vom Hamburger Fotografen Ingo Boelter an für Bademäntel ungewöhnlichen und für die Stadt typischen Schauplätzen und dazu witzige Sprüche. Inzwischen sind wir ein richtig eingeschworenes Team, sodass uns beide unterstützen, wo sie nur können. Zu beiden ist durch die Zusammenarbeit ein freundschaftliches Verhältnis entstanden. Beide passen super zu uns und haben selbst viel Spaß an der Zusammenarbeit.“

In einem Satz: Warum sollte jeder einen Hamburger Bademantel besitzen?

„Er ist nicht nur kultig und witzig präsentiert, sondern fühlt sich auch sofort an wie ein dreitägiger Wellness-Urlaub.“

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Mit Ihrer Idee haben Sie sogar Günther Jauch bei „Wer wird Millionär“ begeistert. War das bislang der schönste Moment, den Sie durch das Projekt erleben durften? Welche Highlights gab es außerdem?

„Ja, Günther Jauch im Hamburger Bademantel – das war schon etwas ganz besonderes. Als ich ihm nach der ersten Sendung sagte, dass ich einen Mantel dabei habe, war er sofort Feuer und Flamme, den Mantel in die nächste Sendung einzubinden. Sogar in der Jubiläumssendung von WWM kam der Hamburger Bademantel dann vor: Zwischen Anke Engelke und Horst Schlämmer. Nach der Sendung hat er den Bademantel als Geschenk auch gern angenommen.
Aber es gab für mich noch viele weitere Highlights:

    • dass der FC St. Pauli (mein Verein…) uns ohne langes Zögern das Millerntor für unser Fotoshooting zur Verfügung gestellt hat.
    • dass wir dieses Jahr Tanja Schumann (ich bin ein riesiger RTL-Samstag Nacht-Fan gewesen) als Model gewinnen konnten.
    • der Moment, als ich erstmals unsere Werbung in der S-Bahn in Hamburg gesehen habe.
    • die Gründung einer eigenen GmbH, die aus dieser verrückten Idee erwachsen ist.
    • mit Big Harry im roten Hamburger Bademantel als Weihnachtsmann an der Binnenalster Weihnachtsmotive aufzunehmen.
    • zu sehen, wie cool Olli Dittrich unsere Hamburger Badelatschen fand, als ich sie ihm Ende 2014 gezeigt habe: Für mich natürlich absolut großartig!
    • Aber der beste Moment war für mich der Abend des 22. November 2007: In zwei Foren hatte sich herumgesprochen, dass es bei uns den Bademantel schlechthin zu kaufen gibt.
      Anschließend gingen im Minutentakt Bestellungen ein. Für mich die Bestätigung: Die Idee vom Hamburger Bademantel funktionierte also und die Leute lieben ihn…“

 

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Und mit welchen Visionen für den Hamburger Bademantel starten Sie in das neue Jahr?

„Für uns stehen im kommenden Jahr drei Themen ganz oben auf der Agenda. Wir wollen unseren Vertrieb an den Einzelhandel – in Hamburg, aber auch deutschlandweit – weiter ausbauen. Außerdem wollen wir in 2016 eine eigene T-Shirt und Polo-Shirt Kollektion auf den Markt bringen. Und wir planen für das Frühjahr ein ganz spezielles Event rund um den Hamburger Bademantel in Hamburg. Aber dazu kann ich erst mehr sagen, wenn alle Planungen unter Dach und Fach sind.“

Hauptberuflich sind Sie als Unternehmensberater tätig. Wie lassen sich diese beiden, vollkommen unterschiedlichen, Bereiche verbinden?

„Die Gegensätzlichkeit meiner Jobs – da Leiter Finanzen und Prokurist einer Kommunikationsberatung, hier Inhaber des Kult-Bademantel-Geschäfts – ist sehr speziell, macht für mich aber auch den Reiz aus. So kann ich auch meine kreative Ader ausleben und mit der vollen Entscheidungsfreiheit eines Unternehmers mein eigenes Baby aufbauen. Beide Aufgaben machen sehr viel Freude. Allerdings ist der zeitliche Umfang der beiden Aufgaben zusammen schon sehr hoch, sodass ich wenig Zeit für weitere Hobbys neben dem Hamburger Bademantel habe.“

Eine privatere Frage zum Abschluss: Tragen Sie auch privat den Hamburger Bademantel? Sitzt möglicherweise Ihre ganze Familie in blau-weiß-gestreift am Frühstückstisch?

„Mir gehört tatsächlich der allererste Hamburger Bademantel, der 2007 als erstes Produktionsmuster gefertigt wurde. Und natürlich hängt er auch in unserem Badezimmer und wird regelmäßig getragen. In der Familie gibt es inzwischen viele stolze Hamburger Bademantel-Träger von jung bis alt: Am meisten freue ich mich dabei über meinen 84 jährigen Opa, der damals sofort einen haben wollte und auch heute noch begeisterter Hamburger Bademantelträger ist.“

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