Du hast ein aufwendiges Mailing verschickt, aber keiner hat darauf reagiert?

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Mit dem richtigen Tool ist das Versenden von Mailings ein Kinderspiel. Wirklich erfolgreich sind Newsletter, Pressemitteilungen & Co. aber erst, wenn auch das fachliche Wissen vorhanden ist, um Mailingkampagnen aufzusetzen und zu steuern. Schließlich wäre jeder deprimiert, der ein ansprechendes Mailing erstellt, das keine Reaktionen hervorruft oder – noch schlimmer – von keinem gelesen wird.

Was macht ein erfolgreiches Mailing aus? Und wie erhöht man den Zustellungsgrad der jeweiligen Mailing-Kampagne?

 

Fair play: An die rechtlichen Spielregeln halten

Im Prinzip ist es ganz einfach: Ohne Einwilligung keine Mailings. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, braucht der Versender eines Mailings eine nachweisbare Einwilligung des Empfängers. Wer trotzdem munter Mailings an unwissende Empfänger versendet, läuft Gefahr, dass die eigene Domain negativ eingestuft wird und Folgemails vom Spam-Filter blockiert werden.

Rechtlich sicher ist das Double-Opt-In-Verfahren. Dabei registriert sich der Empfänger zunächst für einen Newsletter (oder andere Verteiler) und erhält im Anschluss eine Bestätigungsmail mit einem Link, der das Anmeldeverfahren abschließt. Nur so kann sichergestellt werden, dass kein Dritter die Anmeldung vorgenommen hat. Hierbei ist noch zu beachten, dass die Bestätigungs-Mail keinerlei Werbung enthalten darf, da der Empfänger das Double-Opt-In-Verfahren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen hat.

In eine Standard-Bestätigungsmail gehört außerdem ein Hinweis, welche Infos in Zukunft an den Empfänger verschickt werden. Auch eine Möglichkeit, sich jederzeit aus dem Verteiler auszutragen, sollte vorhanden sein und stellt eine Grundanforderung an jedes Mailingtool dar.

 

Fünf Tipps, mit denen du den Zustellgrad deiner Mailings steigern kannst

Hat diese Zwischenüberschrift dein Interesse geweckt? Genau das sollte auch eine gute Betreffzeile erreichen. Ungewöhnlich und kreativ formuliert, hat ein Betreff die größten Chancen die Aufmerksamkeit des Empfängers zu erhaschen. Damit die Mail nicht im Spam-Ordner landet, sollte im Betreff auf zu viele Ausrufe- und Fragezeichen verzichtet werden. Viele Leerzeichen hintereinander und viele Ziffern allgemein erhöhen auch das Risiko, dass dein Mailing fälschlicherweise als Spam eingestuft wird.

Noch dazu sollte neben der Absenderadresse unbedingt ein sogenannter „Realname“ stehen, das kann beispielsweise der Name und die Firma des Absenders sein:

Email: mail@heiterwolkig.de
Absendername: Hans Heiter – Heiter bis Wolkig GmbH
Betreff: [Heiter bis Wolkig] 10 Orte, an denen jeden Tag die Sonne scheint

Der Realname wirkt nicht nur vertrauensvoller auf den Empfänger, auch auf Spam-Filter haben authentische Absenderadressen einen positiven Einfluss.

Der wichtigste Schritt, um die Zustellquote zu erhöhen, ist das zuvor beschriebene Double-Opt-In-Verfahren. Wenn nur Personen Emails bekommen, die sich hierfür auch eingetragen haben, ist die Chance sehr gering, dass diese das Mailing als Spam markieren.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch dieser Trick: Achte darauf, dass die Anzahl der unzustellbaren Mails möglichst gering ist. Denn viele Anti-Spam-Tools sehen die sogenannte ‚Bounce-Quote’ als Indiz für Spam an. Mit einem guten Mailing-Modul muss man sich darüber aber kaum Sorgen machen. Diese sperren unzustellbare E-Mails automatisch aus den Verteilern.
Ein super Tool, um Mails auf ihre Spam-Rate zu überprüfen, ist mail tester. Dort kannst du eine Mailadresse eingeben und diese im Anschluss automatisch auf ihren Spamverdacht auswerten lassen.

 

Ein gutes Mailing überzeugt nicht nur durch Inhalt, sondern auch durch Optik

Die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen und alle Vorkehrungen sind getroffen, damit das Mailing auch beim Empfänger eintrifft: Stellt sich die Frage, welcher Inhalt in die Mail gehört und wie diese aufgebaut sein sollte.

Tipp 1: Die wichtigsten Punkte des Mailings gehören an den Anfang. Die meisten Empfänger lesen eine Email gar nicht bis zum Ende. Die Kernbotschaft sollte daher direkt in den ersten Sätzen deutlich werden. Im oberen Bereich sollte auch eine Handlungsaufforderung eingebettet sein. Die sogenannten Call-to-Action-Buttons (z.B. „Laden Sie sich hier ein Musterangebot herunter“) sind über Links direkt an die Webseite des Absenders gekoppelt. Wenn sich diese direkten Aufforderungen im oberen Bereich der Mail befinden und durch die Gestaltung hervorheben, kannst du die Rückmeldungen auf deine Mailings deutlich erhöhen.

Daneben ist es natürlich schön, wenn Mailings vom selben Absender einen bestimmten Wiedererkennungswert aufweisen und sich von der Gestaltung ähneln. Auch dies ist mit der richtigen Software kein Problem. Dort lassen sich verschiedene Templates erstellen, die dann für ein neues Mailing nur mit den entsprechenden Inhalten gefüllt werden müssen.

Doch auch das hübscheste Mailing im Corporate Design des Versenders ist nutzlos, wenn es beim Empfänger nicht korrekt angezeigt wird. Vor dem Versand einer großen Mailing-Aktion sollte daher unbedingt ein Testversand stattfinden. Prüfe hierzu die Darstellung in allen gängigen Mailprogrammen, wie Outlook, Apple und Google Mail. Um Darstellungsfehler zu vermeiden ist es zudem ratsam, dass Bilder und Grafiken nicht breiter oder höher als 600 Pixel sind.

Da immer mehr Nutzer ihre Mails auf mobilen Geräten lesen, sollte ein Mailing auch für die mobile Nutzung optimiert sein. Prüfe vor dem Versand also auch die Darstellung auf einem Smartphone oder Tablet.
Ein gutes Tool, mit dem das schnell und einfach geht, ist Litmus. Litmus testet eine Email auf ihre Darstellung in über 50 verschiedenen Apps und bietet on top noch zahlreiche Mailvorlagen als Inspiration an.

 

Auswertungsmöglichkeiten nutzen und das Email-Marketing kontinuierlich verbessern

Ein Mailing, das heute schon ganz gut funktioniert, kann beim nächsten Mal noch viel mehr Leute erreichen, wenn man die Auswertungsmöglichkeiten richtig einsetzt. Probiere z.B. verschiedene Versandzeitpunkte aus und vergleiche die KPIs miteinander (z.B. Opening-, Click- und Answering-Rate). So kann für jede Zielgruppe der jeweils beste Versandzeitpunkt in Erfahrung gebracht werden. Es gibt zwar Faustregeln (B2B-Mailings versendet man am besten werktags am Morgen, B2C-Mailings täglich, morgens oder abends), doch jede Zielgruppe tickt anders. Wir haben für unsere Zielgruppe beispielsweise festgestellt, dass der Versand eines Newsletters am Besten zwischen Dienstag und Donnerstag (also nicht dem ersten oder letzten Tag der Woche) um ca. 10:30 Uhr stattfinden sollte. Zu diesem Zeitpunkt wurde der erste Schwall an Mails bereits gelesen. Da unser Newsletter so als neue Mail „aufploppt“, erhöht sich die Chance, dass die Nachricht auch gelesen wird.

 

Neben dem Versandzeitpunkt können über die Kennzahlen der Mailingauswertung genauso gut Rückschlüsse auf die Gestaltungsform oder die Inhalte der Mails gezogen werden. Hier gilt: Ausprobieren und stetig verbessern. Email-Marketing ist und bleibt ein kontinuierlicher Prozess, in dem man nie auslernt.


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